A - B - C - D - E - F - G - H - I - J - K - L - M - N - O - P - Q - R- S - T - U - V - W - X - Y - Z

A

Active Share
Kennzahl, die die Abweichung des Portfolios gegenüber einem Vergleichsindex misst. Einfach interpretiert ist Active Share der Anteil eines Portfolios, mit dem der Manager aktiv von seinem Vergleichsindex abweicht. Für ein klassisches Wertpapierportfolio bewegt sich der Active Share in einer Spanne von 0 – 100%, wobei 100% eine vollkommene Abweichung gegenüber dem Vergleichsindex anzeigt und 0 eine vollständige Übereinstimmung des zugrundeliegenden Portfolios zum Vergleichsindex ausdrückt.

Abrechnungstage
Die Tage, an denen die Fondsbuchhaltung abgeschlossen und Erträge berechnet werden, die an die Anteilseigner ausgeschüttet oder wieder angelegt werden. 

Absicherung oder Hedging
Eine Transaktion mit Derivaten, mit dem Ziel, ein bestimmtes finanzielles Risiko zu verringern, beispielsweise das Währungsrisiko. Absicherungstransaktionen können in einem Fonds aber auch zu zusätzlichen Risiken führen. So könnte der Kontrahent beispielsweise seine Zahlungen nicht leisten können, sodass dem Fonds ein Verlust entstehen kann.

Absolutertrag (Absolute Return) 
Der Gesamtertrag eines Wertpapiers, Portfolios oder Fonds über einen bestimmten Zeitraum. Als Absolute Return bezeichnet man einen Investmentansatz, dessen Ertrag nicht an einer Benchmark gemessen wird.

Aktien
Anteile an einem Unternehmen oder einem Finanzwert, die in der Regel an einer Börse gehandelt werden. Ihre Wertentwicklung hängt vom Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage ab. Ist die Nachfrage hoch, steigt der Kurs. Umgekehrt fällt er wenn das Angebot die Nachfrage übersteigt.

Alpha
Alpha ist ein Maß für die Abweichung der Rendite eines Fonds gegenüber einer Benchmark. Ein positives Alpha bedeutet, dass der Fonds eine Überrendite gegenüber der Benchmark erzielt hat. Ein negatives Alpha bezeichnet im Umkehrschluss eine Minderrendite. Das Alpha misst jenen Teil der Rendite, der nicht mit der allgemeinen Marktentwicklung zu erklären ist.

Anleihe
Ein Schuldpapier, das von einem Unternehmen oder einem Land emittiert wird. Beim Kauf einer Anleihe verleiht man quasi Geld über eine bestimmte Laufzeit. Während der Laufzeit der Anleihe erhält der Gläubiger regelmäßige Zahlungen in Höhe des Coupons. Am Ende der Laufzeit muss die Anleihe vollständig zurückgezahlt werden.

Anleihen werden manchmal auch Festzinspapiere, festverzinsliche Wertpapiere oder Fixed Income genannt.

· High-Yield-Anleihen: Anleihen ohne Investmentgrade-Status, auch Junk Bonds genannt, die als erheblich risikoreicher als höher bewertete Anleihen gelten, weil hier ein höheres Risiko besteht, dass der Emittent seine Obligationen nach Ablauf der Laufzeit nicht bedienen kann bzw. zahlungsfähig wird.

· Staatsanleihe: Anleihe, die von einem Land emittiert wird, um Kapital zu erwerben. Deutsche Staatsanleihen werden auch Bundesanleihen genannt. Britische Staatsanleihen sind auch als Gilts bekannt und US-Staatsanleihen als Treasuries.

· Unternehmensanleihe: Anleihe, die von einem Unternehmen emittiert wird, um Fremdkapital aufzunehmen. Unternehmen schütten ihren Coupon entweder einmal im Jahr, halb- oder vierteljährlich aus.

· Vorzeitig rückzahlbare Anleihe: Anleihe, die vom Emittenten vorzeitig, also vor dem Ende der Laufzeit, zurückgezahlt werden kann (auch „Callable Bond“ genannt). In der Regel gibt es feste mögliche Rückzahlungszeitpunkte („Call dates“), und der Emittent zahlt dem Anleihegläubiger bei der vorzeitigen Rückzahlung einen Aufschlag, also einen Kurs über dem Nennwert.

Arbitrage
Das Ausnutzen von Kurs-, Zins- oder Preisunterschieden zum selben Zeitpunkt an unterschiedlichen Orten mit dem Ziel der Gewinnmitnahme. Arbitrage unterscheidet sich von Spekulation, da beim Spekulieren Unterschiede in einem bestimmten Zeitraum ausgenutzt werden, wodurch Risiken höher sind.

Asset swap spread
(Risiko)-aufschlag, den Anleihenbesitzer für den Tausch einer festverzinslichen Anleihe mit einer variabel verzinslichen Anleihe unter Verwendung des Swap-Marktes erhalten.

Aufschlag
(Auch: Prämie) Die Differenz zwischen dem Nettowert eines Assets und dem bezahlten Preis. Beispielsweise können Publikumsfonds mit einem Aufschlag gegenüber dem tatsächlichen Nettoinventarwert gehandelt werden, wenn die Nachfrage hoch ist.

Ausgabeaufschlag
Die Gebühr, die beim Kauf von Fondsanteilen erhoben wird und sich nach der Höhe der Erstanlage richtet.

Ausschüttende Anteile
Anteile, bei denen die Erträge eines Fonds ausgeschüttet und nicht automatisch wieder angelegt werden. Die Erträge werden Ausschüttungen genannt.

B

Baisse („Bärenmarkt“)
Eine lange Phase, die von Verlusten eines wichtigen Indexes gekennzeichnet ist, wobei weitere Verluste zu erwarten sind. In der Baisse ist die Anlegerstimmung schlecht und es herrscht Pessimismus. Der Rückgang eines Marktes/Indexes um 20 Prozent gilt als Baisse.
Siehe auch: Hausse („Bullenmarkt“)

Benchmark/Referenzindex
Einige Investmentfonds messen ihre Performance an der Wertentwicklung eines Benchmarks, andere nutzen ihn als Referenzindex. In der Regel versuchen Fondsmanager, einen bestimmten Benchmark zu übertreffen. Der Manager eines europäischen Aktienfonds könnte seine Performance beispielsweise am MSCI Europe messen.

Beta
Beta ist ein Maß dafür, wie stark der Kurs eines Wertpapiers auf Markttrends reagiert. Es handelt sich somit um einen Indikator, der das Marktrisiko eines Investmentfonds beleuchtet. Ist der Wert des Beta größer als 1, sind die implizierten Kursschwankungen des Fonds größer als die des Vergleichsindexes; ist der Wert kleiner als 1, so bewegt sich der Fonds bei Marktschwankungen weniger stark als der Vergleichsindex.

Bewertungszeitpunkt
Der Tag und Zeitpunkt, an dem ein Fonds bewertet und der Preis seiner Anteile festgelegt wird.

Bezugsrechteemission
(Auch: Rights Issue) Eine Emission von Aktien eines börsennotierten Unternehmens für Altaktionäre, mit dem Ziel das Kapital zu erhöhen. Altaktionäre haben ein Vorkaufsrecht für diese Aktien. Unternehmen erhöhen ihr Kapital, wenn sie expandieren wollen, mehr Liquidität benötigen oder in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Rechteemissionen verwässern den Wert der bereits existierenden Aktien.

Blue Chip
Ein großes börsennotiertes Unternehmen mit einem hohen Rating, oder dessen Aktien.

Börsengang
Erstmalige Notierung eines Unternehmens an der Börse; der Tag an dem ein Unternehmen erstmals seine Aktien an der Börse handelt.

Bottom-up-Ansatz
Ein Investmentansatz, der von Fondsmanagern genutzt wird. Die Aktien werden auf Grundlage einer Analyse der Investmentqualität und des Potenzials von Unternehmen ausgewählt. Der Sektor und das Konjunkturumfeld spielen keine Rolle.

BRICs
Abkürzung für die vier großen Emerging Markets Brasilien, Russland, Indien und China.

Brief-/Geldkurs
Der Briefkurs ist der niedrigste Preis, zu dem ein Verkäufer bereit ist, ein Wertpapier zu verkaufen; der Geldkurs ist der höchste Preis, den ein Käufer bereit ist, dafür zu bezahlen.

Broker
(z.B. Aktienbroker) Person oder Unternehmen, die/das für Investoren Wertpapiere oder Versicherungen kauft oder verkauft bzw. abschließt oder auflöst (auch Makler, z.B. Versicherungsmakler). Broker erhalten für ihre Transaktionen eine Provision.

Bruttoinvestitionsgrad
Long-Positionen in Prozent des Portfoliowerts plus Short-Positionen in Prozent des Portfoliowerts
Siehe auch Nettoinvestitionsgrad

Bundesanleihen und Staatspapiere
Bezeichnung für festverzinsliche Wertpapiere wie mündelsichere Papiere oder inflationsindexierte Anleihen, die von der deutschen Regierung ausgegeben werden.

C

CFROI
Abkürzung von Cash Flow Return On Investment – eine finanzwirtschaftliche Renditekennzahl. Der Cashflow Return on Investment ist ein Bewertungsmodell, das davon ausgeht, dass der Aktienmarkt Preise auf der Grundlage des Cashflows und nicht auf der der Unternehmensperformance und der Erträge festlegt. Für den Konzern ist das im Wesentlichen die interne Rendite. Der CFROI wird mit einer Hurdle Rate verglichen, um festzustellen, ob die Anlage/Produktperformance angemessen ist.

Convertible Bonds
Siehe Wandelanleihen

Coupon
Der Zinssatz, den man als Anleihegläubiger jedes Jahr erhält. Er wird als Prozent des Nominalwerts der Anleihe angegeben. 

D

Dachfonds
Auch Multi-Manager-Fonds oder funds of funds (FOF) genannt. Ein Investmentportfolio, das in mehrere Fonds investiert und nicht in einzelne Aktien oder andere Wertpapiere.

Deflation
Das Gegenteil von Inflation: Die Preise von Gütern und Dienstleistungen fallen. In einem Land herrscht Deflation, wenn die Inflation unter null Prozent fällt. Längere Phasen mit Deflation können gefährlich für die Volkswirtschaft sein, da Verbraucher, in der Hoffnung, dass die Preise fallen, weniger Ausgaben tätigen. Unternehmen nehmen dadurch weniger Geld ein.

Delta
Das Verhältnis zwischen der Kursänderung eines Derivats und der des zu Grunde liegenden Basiswerts. Das Delta wird manchmal auch Absicherungsquote (Hedge Ratio) genannt.  

Depotbank
Eine Depotbank verwahrt im Auftrag von Kapitalanlagegesellschaften Fondsvermögen und übernimmt die Ausgabe und Rücknahme von Fondsanteilen. Sie ist unabhängig vom Fonds und der Investmentgesellschaft. Die Bank ist für die Verwaltung und Verwahrung des Fondsvermögens verantwortlich, berechnet den Fondspreis täglich und stellt sicher, und Überwacht die wichtigsten aufsichtsrechtlichen Anforderungen.

Derivat
Finanzinstrument, dessen Wert von der Kursänderung eines Basiswerts abhängt. Der Basiswert wird nicht physisch gehalten; vielmehr handelt es sich um einen Kontrakt, dessen Wert etwa von dem für einen bestimmen Zeitpunkt erwarteten Kurs abhängt. Derivate werden oft zu Hedgingzwecken verwendet und um Gewinne aus kleinen Preisdifferenzen an unterschiedlichen Märkten zu erzielen.
Siehe auch: Arbitrage

Dividenden
Auszahlungen von an der Börse gehandelten Unternehmen an Aktionäre, um Unternehmensgewinn an Investoren weiterzugeben. In der Regel werden Dividenden quartalsweise, halbjährlich oder jährlich ausgeschüttet.

Drawdown
Differenz zwischen dem höchsten und niedrigsten Kurs in einem bestimmten Zeitraum, üblicherweise in Prozent ausgedrückt.

Duration
Durchschnittliche Kapitalbindungsdauer einer Anleihe in Jahren; Maß dafür, wie sehr sich Zinsänderungen auf den Kurs der Anleihe auswirken. Grundsätzlich gilt: Je länger die Duration, desto stärker reagiert der Kurs auf Zinsänderungen.

E

Effektive Duration
Die effektive Duration einer Anleihe (oder eines Anleihefonds) zeigt wie die Modified Duration die prozentuale Kursänderung einer Anleihe in Abhängigkeit von einer Marktzinsveränderung an. Bei der Berechnung der effektiven Duration werden die Besonderheiten von kündbaren Anleihen berücksichtigt.
Siehe auch: Macaulay Duration
Siehe auch: Modified Duration

Endfälligkeitsrendite
Rendite, die ein Investor erhält, wenn er eine Anleihe bis zum Ende ihrer Laufzeit hält. Sie umfasst alle Coupon- und Tilgungszahlungen und wird in Prozent p.a. (auch als interner Zinssatz bezeichnet) angegeben.

Ex-Tag
Der Tag, an dem man spätestens in einen Fonds investiert sein muss, um seine nächste Ausschüttung zu erhalten.

Exchange Traded Fund (ETF)
Fonds, der wie eine Aktie an einer Börse gehandelt wird. Er bildet die Performance eines bestimmten Marktindex ab.

Exposure
Risikoniveau eines Wertpapiers, einer Wertpapierart, eines Sektors, Marktes oder Landes in einem Fonds. Auch das direkte Marktrisiko eines Absolute-Return-Fonds.

F

Factor Investing
Factor Investing ist ein systematischer Investmentansatz, der auf einer wissenschaftlichen fundierten Basis beruht. Faktorprämien sind gemeinsame Merkmale von Aktien, die nachhaltige Risiko- und Renditetreiber sind. Typische Faktoren bei Aktienanlagen sind Momentum, Qualität, Sentiment und Volatilität. Durch Übergewichtung von Faktoren in einem Portfolio, kann dessen Rendite im Vergleich zu einer angemessenen marktneutralen Benchmark erhöht werden. Mehr zum Factor Investing hier.

Festverzinsliches Wertpapier / Festzinspapier
Alternativer Begriff für Anleihen, die z.B. von einem Land emittiert werden. Sie leisten regelmäßige Zahlungen und haben eine feste Laufzeit.

Floating Rate Note (FRN)
Anleihe mit variablem Zins, der an eine Benchmark wie Euribor (European Interbank Offered Rate) oder Libor (London Interbank Offered Rate) gebunden ist.

Fonds
Gebündeltes Investment, das üblicherweise von einem Fondsmanager gesteuert wird. Er investiert das Kapital von Investoren in zahlreiche Wertpapiere wie Aktien oder Anleihen. Dabei folgt er einer bestimmten Strategie, um Wertzuwachs und/oder laufende Erträge zu erzielen.

Forward Pricing
Methode zur Ermittlung des Preises, zu dem Fondsanteile gekauft und verkauft werden. Ausgangspunkt ist der auf einen Kauf- oder Verkaufsauftrag folgende Bewertungstag.

Fusionen & Übernahmen
(Auch Mergers & Acquisitions oder M&A) Zusammenschlüsse von Unternehmen. Eine Fusion ist der Zusammenschluss zweier Unternehmen, um die Kräfte zu bündeln. Eine Übernahme ist der Kauf eines Unternehmens durch ein anderes Unternehmen. Das übernommene Unternehmen wird in das übernehmende eingegliedert.

Future
Terminkontrakt über ein Anlagegut, der häufig im Ölhandel zum Einsatz kommt: Ein Anlagegut wird zu einem bestimmten Preis gekauft, aber erst in der Zukunft geliefert.

G

Geldmarktinstrumente
Kurzfristige Schuldpapiere, auch money market instruments, die nicht an den regulierten Märkten gehandelt werden und üblicherweise eine Laufzeit von höchstens einem Jahr haben. Die Emittenten stellen in Aussicht, an einem bestimmten Tag in der Zukunft eine bestimmte Summe zurückzuzahlen.

Gesamtertrag
Kapitalgewinn oder -verlust zzgl. der laufenden Erträge einer Anlage in einem bestimmten Zeitraum.

Gewichtetes durchschnittliches Delta
Delta eines Derivatekorbs, errechnet mithilfe der Deltas aller dazugehörigen Derivate und ihrer Anteile am Korb.
Siehe auch: Delta

H

Hausse („Bullenmarkt“)
Das Gegenteil einer Baisse („Bärenmarkt“). Starker Anstieg der Kurse von Wertpapieren wie Aktien oder Anleihen, wobei ein weiterer Anstieg erwartet wird. In der Hausse ist das Anlegervertrauen groß und es herrscht Optimismus. Grundsätzlich gilt ein nachhaltiger Anstieg eines Marktes um 20 Prozent als Hausse.

Hebelung
(Auch: Leverage) Schulden eines Unternehmens in Prozent des Börsenwerts. Geschlossene Investmentfonds nehmen oft Fremdkapital auf oder nutzen einen Hebel, um die Erträge der Investoren zu steigern. Durch Hebelung können die erwarteten Erträge bei steigenden Märkten stärker steigen. Bei fallenden Märkten fallen sie stärker. Ein gehebelter Fonds ist auch volatiler als ein vergleichbarer Fonds ohne Hebel.

High Watermark
Der höchste Nettoinventarwert (NIV), den ein Fonds am Ende eines beliebigen 12-monatigen Rechnungslegungszeitraums erreicht hat.

High-Yield-Anleihe
Anleihe mit hohen Coupon-Zahlungen und in der Regel einem niedrigen Kreditrating oder gar keinem Rating.
Siehe auch: Anleihen, Junk Bond

Hurdle Rate
Mindestertrag, den ein Fonds erzielen muss, damit eine Performancegebühr erhoben werden kann.

I

Index
Aktienmarktindex wie der DAX, der die 30 größten deutschen Unternehmen enthält, oder der S&P 500 Index, in dem die größten US-Firmen enthalten sind. Ein Indexfonds bildet die Performance eines bestimmten Index ab.

Index-Tracker
Siehe Tracker-Fonds

Inflation
Steigende Lebenskosten, die die Kaufkraft verringern. Je höher die Inflation, desto mehr verliert das Geld an Wert und desto mehr müssen die Menschen für die gleichen Waren bezahlen. In Deutschland wird die Inflation am Verbraucherpreisindex gemessen – der durchschnittlichen prozentualen Veränderung des Preisniveaus eines fiktiven Warenkorbs, der die aktuell von Konsumenten am meisten gekauften Waren und Dienstleistungen enthält.

Inflationsindexierte Bundeswertpapiere
Staatsanleihen, z.B. vom deutschen Staat ausgegeben, bei denen laufende Auszahlungen und Nominalwert an den die Inflation angepasst werden.

Information Ratio
Die Information Ratio ist eine Kennzahl zur Bewertung eines Fonds und beschreibt die Überschussrendite im Verhältnis zum Tracking Error. Je höher eine Information Ratio ist, desto lohnender ist eine vom Index abweichende Investmentstrategie für einen Investor.
Siehe auch: Tracking Error

Investmentgrade-Anleihen
Anleihen, die von einem Unternehmen mit einem höheren Rating emittiert wurden und deshalb als sicherer gelten.
Siehe auch: Kreditrating

J

Jährliche Managementgebühr
Gebühr, die Fondsmanager von Investoren für das Management eines Investmentportfolios (Fonds) erheben; sie wird als prozentualer Anteil des Fondswerts ausgewiesen. Fondsmanager decken mit der jährlichen Managementgebühr die Kosten des Fondsmanagements. Es gibt aber noch weitere Gebühren, sodass sie lediglich ein Anhaltspunkt für die tatsächlichen Kosten ist, die die Investoren zu tragen haben. Die jährliche Managementgebühr kann sich von Fonds zu Fonds unterscheiden.

Junk Bonds
Anleihen, die in der Regel von Unternehmen mit einem niedrigen Kreditrating emittiert werden. Hier ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass das emittierende Unternehmen seinen Rückzahlungspflichten nicht nachkommen könnte, als bei Emittenten mit höheren Ratings.
Siehe auch: Kreditrating
Siehe auch: Anleihen, High-Yield-Anleihe

K

Kreditrating und Kreditrisiko
Einschätzung der Sicherheit einer Anleihe durch eine unabhängige Ratingagentur wie Standard & Poor’s, Fitch oder Moody’s. Bei S&P ist das höchste Rating AAA, das niedrigste D.

-  Anleihen mit Ratings von AAA bis BBB- sind Investmentgrade-Anleihen. Sie gelten als am sichersten.
-  Anleihen mit Ratings zwischen BB+ und CCC- sind High-Yield-Anleihen.
-  Anleihen mit niedrigeren Ratings gelten als notleidend (CC/C) oder ausgefallen (D).

L

Laufende Gebühren
Die laufenden Gebühren richten sich nach den Kosten, die dem Fonds in den jeweils letzten zwölf Monaten entstanden sind. Nicht enthalten sind Transaktionskosten und ggf. vom Fonds erhobene performanceabhängige Gebühren.

Laufzeit einer Anleihe
Der Emittent einer Anleihe sagt üblicherweise zu, die geliehene Summe am Ende der Laufzeit zurückzuzahlen. Der Zeitpunkt wird in der Regel bei der Emission der Anleihe festgelegt. An diesem Tag wird der Nominalwert einer Anleihe vollständig zurückgezahlt.

Leverage
Siehe Hebelung
Der Einsatz von Finanzinstrumenten wie Schuldpapieren, um die erwarteten Erträge eines Investments zu steigern.

Liquidität
Cashflow oder ein Maß dafür, wie schnell ein Anlageinstrument zu Geld gemacht werden kann. Aktien, die am Aktienmarkt schnell gekauft oder verkauft werden können, gelten als liquide. Immobilien gelten als weniger liquide, weil man sie schwerer verkaufen kann.

Long- und Short-Positionen
Eine Long-Position ist der Kauf eines Wertpapiers mit der Erwartung, dass es positive Erträge erzielt, wenn sein Wert steigt, und dass ein Verlust entsteht, wenn sein Wert fällt. Wer eine Short-Position eingeht, verkauft ein geliehenes Wertpapier mit der Erwartung, es zu einem späteren Zeitpunkt zu einem niedrigeren Preis zurückzukaufen und so einen Gewinn zu erzielen. Wenn der Wert eines Wertpapiers steigt, entsteht mit einer Short-Position ein Verlust.

M

Macaulay Duration (to worst)
Die Duration ist eine Sensitivitätskennzahl, die die durchschnittliche Kapitalbindungsdauer einer Geldanlage in einem verzinslichen Wertpapier bezeichnet. Die Macaulay-Duration, die nach Frederick Macaulay benannt wurde, der diese Sensitivitätskennzahl im Jahre 1938 entwickelte, bildet einen gewichteten Mittelwert der Zeit zu jeder Zinszahlung (Kupon) und Kapitalauszahlung einer Anleihe ab. Allgemein gesagt drückt sie den Zeitraum aus, den ein Investor (im Mittel gerechnet) bis zum Erhalt aller Rückflüsse aus seiner verzinslichen Anlage warten muss. Die Duration to worst  berücksichtigt dabei kündbare Anleihen (diejenigen, die vor Fälligkeit ausgezahlt werden). Je länger die Duration, desto stärker reagiert das Wertpapier auf Änderungen des Marktzinses.
Siehe auch: Duration

Mehrertrag
Annualisierte positive Differenz zwischen dem Ertrag eines Fonds und dem Benchmarkertrag.

Mergers & Acquisitions
Siehe Fusionen & Übernahmen

Mittelkurs
Preis, zu dem die Anteile eines Fonds von Investoren gekauft und verkauft werden. Er liegt zwischen dem tatsächlichen Kauf- und Verkaufspreis der Basiswerte eines Fonds.

Modified Duration
Die Modified Duration wird von der Macaulay Duration abgeleitet und berücksichtigt die Auswirkungen von Zinsbewegungen. Sie zeigt die prozentuale Kursänderung einer Anleihe in Abhängigkeit von Marktzinsveränderungen an. Die Modified Duration to worst berücksichtigt dabei kündbare Anleihen (diejenigen, die vor Fälligkeit ausgezahlt werden).
Siehe auch: Duration

Multi-Asset-Fonds
Ein Fonds, der grundsätzlich in viele unterschiedliche Assetklassen investiert, um Risiken zu diversifizieren. Ebenso wie andere Fonds können Multi-Asset-Portfolios in einzelnen Aktien und Anleihen, sowie  Rohstoffen wie Gold investieren. 

N

Nettoinventarwert (NIV)
Wert des Anteils an einem Publikumsfonds

Nettoinvestitionsgrad
Long-Positionen in Prozent des Portfolios abzüglich der Short-Positionen in Prozent des Portfolios.

Nominalwert
Summe, die der Emittent dem Anleihegläubiger bei Fälligkeit des Papiers schuldet (ohne Berücksichtigung der aufgelaufenen Zinsen); Basiswert des Anleihepapiers/des Derivats. Auch Nennwert genannt.

Nullcouponanleihe
Schuldpapier, das keine Zinsen (keinen Coupon) zahlt, aber mit einem hohen Abschlag gehandelt wird. Am Laufzeitende erzielt man eine Rendite, weil dann sein Nominalwert vollständig zurückgezahlt wird. Weil die komplette Zahlung erst bei Fälligkeit erfolgt, schwanken die Kurse von Nullcouponanleihen stärker als die von Papieren mit Coupons.

O

Optionsbereinigter Spread
Bei einer Anleihe mit eingebetteten Optionen entspricht der optionsbereinigte Spread (Zinsaufschlag) der Zinsdifferenz im Vergleich zur Benchmark abzüglich der Kosten für die Optionen. Im Allgemeinen bedeutet ein höherer Zinsaufschlag einen höheren Ertrag bei höherem Risiko.

P

Performanceabhängige Gebühr
Gebühr, die ein Assetmanager erhält, wenn er eine Performance über einer gewissen Mindestrendite erzielt.

Portfolioumschlag
Anteil eines Portfolios, der in einem Zeitraum von zwölf Monaten gekauft/verkauft wurde.

Prämie
Siehe Aufschlag.

Q

Quantitative Easing (QE)
Strategie von Notenbanken, um sowohl die Kreditvergabe, als auch den Verbrauch anzukurbeln. Dabei wird quasi „Geld gedruckt“, um die Wirtschaft zu fördern und eine Deflation zu verhindern. In der Regel kauft die Zentralbank dazu Staatsanleihen.

R

Rabatt
Preisabschlag eines geschlossenen Fonds auf den Nettoinventarwert: Da die Anteile an geschlossenen Fonds an der Börse gehandelt werden, kann der Anteilspreis je nach Nachfrage steigen oder fallen. Wenn die Nachfrage nach einem Fonds hoch ist, kann der Anteilspreis höher sein als sein tatsächlicher Nettoinventarwert.

Rendite
Maß für den Zins- oder Dividendenertrag, ausgedrückt in Prozent des Preises eines Wertpapiers/Vermögenswerts.

Rentenversicherungsprodukt
Finanzprodukt, das meist von Lebensversicherungen angeboten wird; für die Einzahlung einer bestimmten Summe erhält der Anleger bis zu seinem Lebensende jedes Jahr einen bestimmten, garantierten Betrag.

Rights Issue
Siehe Bezugsrechteemission

Rohstoffe
Natürliche Ressourcen und Rohstoffe wie Öl oder Gold; Es wird unterschieden zwischen „harten“ Rohstoffen wie Industrie- oder Edelmetallen und „weichen“ Rohstoffen wie landwirtschaftlichen Produkte (z.B. Kaffee oder Weizen, sogenannten Soft Commodities).

S

Sharpe Ratio
Die Sharpe Ratio stellt die Überschussrendite eines Fonds gegenüber einer sicheren (risikolosen) Geldmarktanlage unter Berücksichtigung der Schwankungsbreite (Volatilität) des jeweiligen Fonds dar. Dazu wird vom Jahresertrag eines Portfolios der risikolose Ertrag abgezogen. Dieser Wert wird mit der Volatilität ins Verhältnis gesetzt. Je höher die Sharpe Ratio ist, desto besser hat sich das Portfolio im Verhältnis zu seinem Risikopotenzial entwickelt. Wenn also beispielsweise ein Anleger die Wahl zwischen zwei Fonds hat, die beide in den vergangenen drei Jahren eine jährliche Rendite von 15 Prozent erzielt haben, so dürfte er den Fonds bevorzugen, der diese Rendite mit der geringeren Volatilität erreicht hat.

SICAV
Société d’Investissement à Capital Variable. Eine in Europa weit verbreitete Art von Publikumsfonds.

Sonstige Kosten
Gebühren, die durch die Verwaltung des Fonds entstehen und diesem belastet werden.

Spread
Differenz zwischen dem Brief- und dem Geldkurs eines Wertpapiers, manchmal auch Differenz zwischen den Preisen zweier Wertpapiere.

Spread Duration
Die Spread-Duration gibt die zu erwartende Kursänderung einer Anleihe (oder eines Anleihefonds) an, die durch eine Veränderung in der Höhe des  zugrundeliegenden Risikoaufschlags (Spread) ausgelöst würde.

Swing Pricing (Swing-Price-Verfahren)
Das Swing-Preis-Verfahren dient dem Schutz einer Anlage vor den Kosten, die bei umfangreichen Zeichnungen oder Rückgaben entstehen.

T

Terminkontrakt
Transaktion, bei der sich Käufer und Verkäufer heute auf einen Preis für einen Rohstoff einigen, der zu einem späteren Zeitpunkt geliefert wird.

Thesaurierende Anteile
Fondsanteile, deren Erträge wieder in den Fonds investiert werden, sodass der Fondspreis steigt.

Top-down-Ansatz
Ein Begriff, der oft von professionellen Investoren benutzt wird. Top-down-Investoren wählen Sektoren und Aktien aus, um damit auf die Konjunktur zu setzen. Die Fundamentaldaten der einzelnen Aktien sind von nachrangiger Bedeutung. Die meisten Investoren kombinieren Top-down- und Bottom-up-Ansätze, bei denen die Eigenschaften der Einzelwerte im Mittelpunkt sehen.

Total Expense Ratio (TER)
Kennzahl für die jährlichen Verwaltungskosten eines Fonds.

Tracker-Fonds
(Auch Index-Tracker) Ein per Computer gesteuerter Fonds, der die Wertentwicklung eines bestimmten Markts oder Indexes (z.B. des FTSE 100 oder des DAX) abbildet.

Tracking Error
Diese Kennzahl gibt an, wie genau ein Fonds dem Index folgt, mit dem er verglichen wird. Es handelt sich um die Schwankungsbreite der Differenzrendite zwischen Fonds und Index.

U

UCITS
Abkürzung für Undertakings for Collective Investment in Transferable Securities; UCITS-Fonds können in allen Ländern der Europäischen Union vertrieben werden, wenn sie und ihr Fondsmanager in der EU registriert sind.

Übertragbare Wertpapiere
Wertpapiere, die frei am Kapitalmarkt gehandelt werden können.

Unit Trust
Rechtlicher Begriff für eine offene gemeinschaftliche Anlage oder einen Publikumsfonds, an dem Investoren Anteile erwerben können. Der Manager des Unit Trusts legt Anteile für neue Investoren auf und storniert sie bei der Rücknahme.

Unternehmensanleihen
Anleihen, die von einem Unternehmen emittiert werden, um Fremdkapital aufzunehmen.

V

Value at Risk
Der Value-at-Risk (VaR) ermittelt auf der Basis historischer Daten den maximalen Verlust, den ein Portfolio in einem bestimmten Zeitraum mit einer vorgegebenen Wahrscheinlichkeit nicht überschreiten wird.

Volatilität
Diese Kennzahl gibt an, wie stark die Wertentwicklung eines Fonds oder eines Vergleichsindex um den langfristigen Durchschnitt geschwankt hat.

W

Wandelanleihen
(Auch Convertible Bonds) Anleihen, die zu einem späteren Zeitpunkt in Aktien des Emittenten umgewandelt werden können.

Wertpapiere
Anlageinstrumente wie Aktien oder Anleihen, die von einem Unternehmen, einem Land oder einer anderen Organisation emittiert werden und entweder Fremd- oder Eigenkapital sind.Wichtige Kennziffern
Wichtige Kennzahlen, die herangezogen werden können, um sich ein grobes Bild über die Finanzlage eines Unternehmens zu machen. Unternehmen, die in einer guten finanziellen Verfassung sind, haben bessere Kennzahlen als finanzschwache Unternehmen. Mathematische Kennzahlen, die die finanzielle Lage eines Unternehmens zeigen und zusammenfassen.

X

Xetra®
(Auch: Exchange Electronic Trading) Elektronisches Handelssystem für Wertpapiere, das 1997 an der Deutschen Börse AG in Frankfurt am Main eingeführt wurde. Das System hat Aktienhandel in Deutschland durchschaubarer, schneller und kostengünstiger gemacht.

Y

Yield
Im Allgemeinen wird Yield als die Rendite einer Anleihe bezeichnet. Bei Neuemission wird normalerweise die Rendite bis zur vertraglich vereinbarten Fälligkeit der Anleihe angegeben. Es gibt aber auch andere Berechnungen:

· Yield to Call
Rendite einer Anleihe, die ein Investor bekommen würde, sollte die Anleihe zum erstmöglichen Rückzahlungszeitpunkt vorzeitig zurückgezahlt werden, wenn der Investor bis dahin investiert bleibt.

· Yield to Worst
Die niedrigste Rendite, die eine Anleihe zahlen könnte. Das ist häufig gleichzusetzen mit der Rendite bis zum nächstmöglichen Kündigungszeitpunkt. Diese Renditekennzahl soll dem Anleger bei seiner Einschätzung helfen, ob diese Anlage seine spezifischen Anlageziele auch im Falle eines „worst-case-scenarios“ erfüllt.

Z

Zahltage
Tage, an denen Erträge ausgeschüttet oder wiederangelegt werden.

Zahlungsausfall
Ausfall einer Zinszahlung oder Rückzahlung einer Anleihe bei Fälligkeit. Zu Zahlungsausfällen kommt es, wenn ein Schuldner seiner Verpflichtung nicht nachkommen kann, seine Schulden zurückzuzahlen. Bei Zahlungsausfall wird das Kreditrating der Emission in der Regel auf D herabgestuft.
Siehe auch Kreditrating

Dieses Glossar wurde von AXA Investment Managers nach bestem Wissen erstellt. Sofern die Begriffserklärungen Meinungsaussagen enthalten, geben sie die derzeitige Einschätzung von AXA Investment Managers wieder und können sich jederzeit ohne vorherige Ankündigung ändern. Sie stellen keine Anlageberatung dar. Eine Gewährleistung für die Richtigkeit der Erläuterungen übernimmt AXA Investment Managers nicht.